Freitag, 24. April 2020

Faltbare Einkaufstasche mit extra Fach selber nähen


Hallo Ihr Lieben,  heute nähe ich eine faltbare Einkaufstasche mit einem extra Fach für die Maske.
Schneidet folgende Teile zu:
  • Baumwollstoff für Stoffbeutel: 2 x je 44 x 50 cm
  • Henkel: 2 x je 10 x 33 cm
  • Verschlusstasche: je 2 x 15 x 30 cm
  • Klettverschluss
Für die Taschenhenkel die Stoffteile jeweils rechts auf rechts mittig falten und bügeln.
Stoffteile auseinanderfalten, die langen Seiten jeweils bis zur Mitte falten,  in der Mitte falten noch mal bügeln und fixieren.
Jeweils rechts und links an dem Taschenhenkel knappkantig mit einem Geradstich entlangnähen.
Für den Verschluss die beiden Stoffteile rechts auf rechts auflegen und mit Klämmchen fixieren.  Um die Kanten herum nähen dabei eine Öffnung frei lasen.
Den Stoff wenden, die Wendeöffnung einklappen und mit einem Geradstich knappkantig vernähen. Nun an den Verschluss einmal oben und auf andere Seite unten einen Klettverschluss annähen.
Die beiden Stoffteile für die Einkaufstasche jeweils oben zweimal ca. 2 cm einschlagen und fixieren
Die Taschengriffe nun ca. 1/3  von der Außenkante entfernt unter den umgeschlagenen Stoff stecken.
Die Taschengriffe dann nach oben falten und feststecken. Mit einem Geradstich kreuzförmig knappkantig vernähen.
Den Taschenverschluss mit Taschengriffe auf einer Taschenseite (flauschiges Teil des Klettverschlusses ist oben) auflegen. Schau, dass der Verschluss passt. Markiere die untere Kante mit Stecknadeln. Taschenverschluss seitlich und unten festnähen. Oben bleibt eine Öffnung  frei.
 Die beiden Taschenteile rechts auf rechts aufeinanderlegen und Boden und Seiten füßchenbreit feststeppen.
Jeweils die Ecken der Tasche aufeinanderfalten, und ca. 5 cm von der Ecke entfernt abnähen. Taschenecken abschneiden. Die offenen Kanten mit Zickzack versäubern.
Tasche wenden. Nun kannst du eine Maske in das kleine Fach legen und  die Einkaufstasche in dem Taschenverschluss verstauen.

Freitag, 27. März 2020

Schutzmaske einfach und schnell

Hallo ihr Lieben,
heute zeige ich wie du eine Schutzmaske sehr einfach und schnell selbst nähen kannst. Dafür brauchst du nur ein Stück quer elastischen Jerseystoffs.
Messe zuerst Deinen Kopfumfang, bei mir sind es 57 cm, ziehe für die Elastizität 10 Prozent 57*0,1=5,7 cm ab und addiere 2 cm für die Nahtzugabe macht zusammen 53,3 cm , das ist die Breite. Die Länge 45 bis 50 cm. Elastischer Jersey hat in der Breite die größere Dehnung.

Breite 53,3 cm 

Länge 45 bis 50 cm.

Nun schneide Dir ein Rechteck mit ermittelten Massen zu.  Klappe das Stoffstück längs in der Mitte und stecke es zusammen. Schön wenn du eine Jerseynadel hast, setze sie in die Nähmaschine ein. Wähle einen elastischen Geradschtich mit Länge 4 bis 6 mm. Schließe die Seitennaht.
Bearbeite die Nahtzugabe mit einem elastischen Zickzack Stich. Danach bearbeite das obere und untere Ende des Schlauchs auch mit einem elastischen Zickzack Stich. Lege beide Enden der Seitennaht aufeinander und wende die Schlauch auf rechts.
Ziehe den Schlauch über den Kopf, sodass deine Nase und der Mund bedeckt sind. Um die Luftzufuhr von oben zu verhindern kannst du einmal den Rand nach innen oder nach außen umschlagen.
Ein Vorteil aller Mundschutz-Arten ist, dass man damit nicht mehr so leicht mit den Fingern in Kontakt mit den Schleimhäuten an Mund oder Nase kommt - auch nicht beim unbewussten Griff ins Gesicht. So sinkt die Gefahr von Schmierinfektionen. Nach jedem Gebrauch muss die Maske gewaschen werden! Also nähe dir gleich ein paar Masken. 

Dienstag, 17. März 2020

Jeans im Schritt stopfen. DIY Tutorial . Darn crotch jeans sample




Hallo ihr Lieben, heute stopfe ich ein Loch im Schritt meiner Jeans mithilfe einer Nähmaschine. Zusätzlich brauchen wir einen Stickrahmen und einen Stopf- und Stick-Nähfuss.

Schneide ein Stückchen Vlieseline zum Aufkleben passend zu. Es soll etwas größer als das Loch sein. Wende die Jeans auf die linke Seite, bügele dann Jeans im Schritt. Lege das Vlieseline auf das Loch. Bügele es nach der Anleitung vorsichtig auf.

Um das Stopfen zu erleichtern, empfehle ich einen Stickrahmen zu benutzen. Spanne den Rahmen so, dass sich das Loch in der Mitte des Rahmen befindet. Wichtig ist jetzt, einen farblich gut passenden dünne Faden zu finden.

Zum Stopfen ist ein Stopffuß für der Nähmaschine sehr hilfreich. Der Stopffuß eignet sich prima um handgeführte Stick- und Stopfarbeiten auszuführen.

Entferne erst den Standardnähfuß. Löse vorsichtig die Schraube, bis die Bohrung zugänglich ist. Drücke den Stickfuß vorsichtig zusammen und schiebe den Stift des Fußes so weit wie möglich in die Bohrung des Nähfußhalters ein. Ziehe die Schraube wieder fest. Der lange Arm muss hinter der Nadelbefestigungsschraube sitzen.

Den Transporteur der Nähmaschine muss nun unwirksam gemacht werden. Dafür setze ich in die vorgesehene Öffnungen in der Stichplatte eine Transport-Abdeckplatte  aus dem Zubehör der Nähmaschine, ein.

Wähle einen Geradstich aus. Stopfe die schadhafte Stelle, indem du immer mit dem Webmuster nähst. Setze den Stopffuß ab und führe den Stoff gleichmäßig vor- und rückwärts und jeweils etwas über den schadhaften Bereich hinaus. Beim Nähen ohne Transporteur bestimmst du die Stichlänge. Eine gleichmäßige, mittlere bis hohe Nähgeschwindigkeit führt zu einer gleichmäßigeren Länge des Geradstichs.

Zur Not kannst du auch ohne Nähfuß versuchen zu stopfen, was aber viel umständlicher ist. 
Das überstehende Vlieseline schneide vorsichtig weg.

Fertig! Nun kann ich die Jeans wieder für die Werkstatt anziehen



Dienstag, 3. März 2020

Ein enge Rock mit Schlitz und verdecktem Reißverschluss weiter nähen. Anleitung


Hallo ihr Lieben,
heute zeige ich, wie man einen zu engen Rock etwas weiter machen kann.

Mein Plan ist: den Bund und ein paar Zentimeter von der oberen Kante abzuschneiden und wegzuwerfen, die Nahtzugaben und Abnäher, soweit es geht, auslassen. Danach werden die Teile wieder zusammen genäht.

Rock auseinander nehmen.

Let's go. Erst muss das Futter weichen. Den Bund vom Rock trennen. Das Futter kann ich nicht mehr brauchen. Alle 6 Abnäher öffnen. Reißverschluss mit Hilfe eines Nahttrenners  lösen.  Noch muss ich den Schlitz aufmachen.
Überraschung. Die hintere Mittelnaht  bietet mir eine Möglichkeit 3 Zentimeter in der Weite zu gewinnen.

Rock wieder zusammensetzen

An den Taille setze  ich  Markierungen im Abstand von 2,5 cm. Verbinde alle Striche und schneide den Streifen ab.
Ich benutze hierfür eine Overlock Nähmaschine, die ermöglicht es in einem Arbeitsgang präzise abzuschneiden und gleichzeitig die Schnittkanten zu versäubern.  Wer so eine Maschine nicht im Kühlschrank hat, muss den Streifen mit der Schere abschneiden dann mit einem passenden Stich versäubern.

Naht verdeckter Reißverschluss einnähen.

Hintere Mittelnaht bis zum Schlitz mit Klämmchen zusammen heften.
In meinem Rock sind die originalen Markierungen des Herstellers noch zu sehen. Mit 1,5cm Nahtzugabe die Naht steppen. Verriegele das Nahtende.
Nun die Nahtzugaben auseinander bügeln, auch von der rechten Seite. Die geöffnete Nahtzugaben mitsamt des Saumes auch von der rechten Seite platt bügeln.

Lege das Werkstück so, dass du auf einer der Nahtzugaben nähst. Alle anderen Lagen liegen auf der anderen Seite und werden nicht mit vernäht. Öffne den Reißverschluss und lege die eine Seite so auf die Nahtzugabe der eben gehefteten Naht, dass die Zähnchen, die eine Art Spirale bilden, direkt neben der zugehefteten Naht liegen. Das geht ziemlich gut, denn durch die Differenz der Lagen bildet sich eine kleine Erhöhung. An diese stoßen die Zähnchen an.

Wer keine magischen Kräfte besitzt, alle Nähte wie von Zauberhand perfekt gerade zu nähen, heftet den Reißverschluss erst mit ein par Stiche per Hand. Hefte jetzt das Band des Reißverschlusses an die Nahtzugabe. Es geht erst mal darum, den Reißverschluss “am Platz” zu halten. Die andere Seite einfach von unten nach oben nähen, um es bequemer zu haben.

Nun kann die Naht, die den Reißverschlussschlitz geschlossen hat, wieder  auftrennt werden.

Der Nahtreißverschlussfuß hat zwei “Tunnel”, durch die beim Annähen die Zähnchenspiralen laufen sollen.Öffne den Reißverschluss ganz und schiebe den Schlitten bis nach ganz unten.

 Dann wird die Spirale glatt gestrichen, sodass die Nahtstelle zwischen Band und Spirale zu sehen ist. Dafür eignet sich der Daumennagel perfekt. Beim Nähen soll die Reisverschlußspirale die ganze Zeit zur Seite gedreht  werden, sodass die Nadel ganz dicht an den Zähnchen stechen kann. Sichere die Naht wieder mit etwas Abstand zum Reißverschluss.

Zeichne auf der unteren linken Rockseite den Verlauf von Schlitz und Saum mit Kreide nach. Falte das untere Schlitzende und befestige es mit einer Stecknadel. Nähe entlang der Kreidemarkierung.

Abnäher 

Nun ist die Zeit zur Anprobe reif. Wie du siehst habe ich genug Platz für die Taille gewonnen! Messe den Taillenumfang. Bei mir sind es 91 cm. Nehme ein festes breites Band und schneide dir ein Stück mit der Länge des Taillenumfang plus 3-4 cm für jedes Ende als Nahtzugabe zu.
Ermittle den Taillenumfang des Rock, bei mir sind es 101 cm. Die Differenz zwischen diese Zahlen ist 10 cm, ich ziehe 4 cm für die Bundfreiheit ab, macht also 6 cm zu viel. Diese überschüssigen Stoff verteile ich auf 6 Abnäher à 1 cm pro Abnäher.

Ich überprüfe die Endpunkte der alten Abnäher, die müssen links- rechtssymmetrisch sein. Nun zeichne ich die Abnäher unter Zuhilfenahme eines Lineals ein. Erst rechtwinklig zum Bund eine Mittellinie, dann die Breite und verbinde die Enden .

Befestige die Abnäher mit Klämmchen oder Stecknadeln. Bei Abnähern ist zudem zu beachten, dass man am Ende die Fäden gut verknotet.
Die Abnäher werden in Richtung Mitte aufgebügelt.

Einfache Bündchen annähen.

Zugeschnittenes Band rechts auf rechts auf die obere Rockkante stecken, dabei  den Bund gleichmäßig auf die Länge verteilen. Wer keinen Besuch von der Muse erhält, heftet das Band mit Heftfaden fest. Bund mit Nähmaschine aufnähen.
Bandende schräg nach hinten umlegen und mit einer Stecknadel befestigen.
Den ganzen Band umlegen, sodass 2 mm der obere Rockkante mit umgeknickt wird. Und so, fest bügeln. Ich hefte das Band mit Heftfaden.
Bund auf rechts 1 cm breit absteppen.

Schlitz und Saum mit Blindschtich befestigen.

Nun kannst du den Schlitz und den Saum per Hand mit einem Blind- oder Hexenschtich unsichtbar befestigen. Ich befestige die Beläge mit der Nähmaschine mithilfe des Blindschtichfußes. Dafür muss man erst den Besatz umfalten, mit Stecknadeln fixieren und absteppen. 
Wie es genau  funktioniert, habe ich in einem anderen Video schon mal gezeigt.

Als letztes bügele ich den Rock insbesonderes Schlitz, Saum  und  die obere Rockkante richtig aus. Fertig! Ich kann mein Pariser Kostüm wieder ins Restaurant anziehen.

Samstag, 18. Januar 2020

Anleitung: Mit Blindstich (fast) unsichtbare Säume nähen

Hallo ihr Lieben,  heute zeige ich, wie man einen Blindstich mit der Nähmaschine machen kann.

Oft sparen günstige Kleiderproduzenten manche Nähvorgänge, um  die Produktionskosten zu drücken.
Hier ist ein Beispiel davon. Die Belege sind innen nicht befestigt, so biegen sie sich und bilden auch außen Falten. Mit Nähmaschine nähe ich die Besätze  an.
Der Blindstich wird hauptsächlich für die unsichtbare Saumbefestigung verwendet.
Breite dein Kleidungsstück auf dem Tisch aus. Befestige zuerst den Besatz  an der Jacke einfach mit Stecknadeln.
Falte  nun den Stoff mit der Unterseite nach oben, stecke dann die Stecknadeln um.
Setze den Blindstichfuß ein und wähle den Blindstich aus. Meine Singer Curvy bietet einen einfachen Blindstich für normale oder feste Stoffe, und einen elastischen Blindstich für Stretchwaren oder feine Stoffe. Da der Stoff sehr dick ist wähle ich längere Stiche aus.
Die Oberfadenspannung setze ich auf AUTO
Der Saum wird auf der linken Seite des Stoffs genäht.
Lege das Nähgut so unter den Nähfuß. Drehe das Handrad entgegen dem Uhrzeigersinn, bis die Nadel völlig nach links schwenkt.  Es ist wichtig, dass die Nadel mit ihrem linken Anschlag ganz knapp an der Falte einsticht.


Falls dies nicht der Fall sein sollte, stelle die Führung (B) auf dem Blindstichfuß so ein, dass die Nadel knapp an der Kante einsticht und die Blindstich-Führung am Anschlag der Falte entlang läuft.
Hinweis: Für einen engeren oder breiteren Blindsaum, zuerst Stichlänge und -breite wie gewünscht einstellen. Dann Führung einstellen.
Nähe langsam, und führe den Stoff gleichmäßig entlang der Führung.
An der Oberseite ist der Blindstich nun kaum zu sehen.

Donnerstag, 26. Dezember 2019

Hose am Bunde enger nähen, einfach, eine rückwärtige Abnäher setzen. Anleitung

Hallo ihr Lieben,
heute zeige ich, wie man eine Hose ganz einfach am Bund enger machen kann. Dabei wird ein Abnäher in die rückwärtige Mittelnaht eingenäht.
Diese Hosen sind am Po zu weit geschnitten. Ziehe sie an und bestimme, wie viel Stoff du abnehmen musst. Halte dabei den überschüssigen Stoff mit einer Hand fest zusammen und markiere es mit zwei Stecknadeln um dein Hand. Bestimme als nächstes die Tiefe deines Abnähers. Die untere Spitze des Abnähers sollte nicht unter dem oberen Rand der Taschen liegen.

Zuerst muss die mittlere Gürtelschlaufe abgetrennt werden. Durchschneide die Naht Stich für Stich mit dem Nahttrenner. Jetzt musst du die hintere, originale Kappnaht auftrennen. Fange etwa 3 cm bis 5 cm hinter deiner Markierung an zu trennen.

Um sich mit Stecknadeln nicht zu selbst piksen, markiere ihre Positionen mit Kreide an und ziehe sie weg. Schneide die Zickzacknähte und die zwei geraden Nähte Stich für Stich mit dem Nahttrenner durch und ziehe sie dabei auseinander.
Jetzt wird der Bund in der Mitte auseinander geschnitten. Aufpassen, dass die Markierungen am Bund symmetrisch sind. Zeichne mit Hilfe eines Lineals anhand der Markierungen die Abnäher an.

Lege die Hose wieder zusammen, sodass die Abnäherseiten direkt aufeinander liegen, verbinde sie mit Stecknadeln.
Um mit der Nähmaschine direkt nähen zu können,  müssen die Stecknadeln quer zum Nahtverlauf gesteckt werden.

Nun ist es an der Zeit, die Hose wieder zusammen zu nähen. Probiere die Hose jetzt an um zu sehen ob alles passt. Um die neue Naht mit dem Rest der alten Naht harmonisch zu verbinden, trenne ein Stückchen von derväußersten Naht nochmal auf.  Die oben anzusetzende Naht muss nun gerade nach unten durchgezogen werden.
Jetzt wird mit der Schere der überflüssige Stoff bis auf 1 cm weggeschnitten. Stelle deine Maschine auf Zickzack und versäubere die Schnittkanten. Ziehe die Nahtzugaben am Bund auseinander, halte sie fest und lege am oberen Bundende eine Quernaht. Quere auch  am unteren Bundende ein paar mal die Mittelnaht.

Die Mittelnaht kann nun von außen aufgesteppt werden. Es ist zu beachten, dass die Nähmaschine auf die richtige Stichbreite des original verwendeten Steppstiches eingestellt wird. Nun wird noch die mittlere Gürtelschlaufe aufgesteppt, so dass die zuvor zusammengenähte Bundteilung „unsichtbar“ wird. Nähe mehrfach hin und her.
Die größtmögliche Veränderung des Hosenbundes mit diese Methode wird durch den Taschenabstand der hinteren Taschen bestimmt.  Nun ist die Hose fertig und passt hervorragend! Viel Spaß bei nähen!!

Sonntag, 1. Dezember 2019

Jeans- Hose verlängern, einfach einfassen

Hallo ihr lieben,  heute verlängere ich eine Jeanshose, in dem ich den Saum komplett rauslasse und mit einen Schrägband einfasse.


  1. Löse zuerst die Steppnaht am Saum. Benutze hierfür einen Nahttrenner und trenne Stich für Stich die Naht rings rum. Zupfe die Fadenreste vom Stoff weg. 
  2. Rolle den Saum komplett aus und ziehe das Hosenbein auf ein sogenanntes Ärmelbügelbrett.
  3. Nun bügele das untere Hosenbein richtig fest aus, benutze dafür die Dampffunktion deines Bügeleisens.
  4. Messe am unterem Ende die Hosenbeinbreite  (bei mir 14 cm). Den gemessenen Wert multiplizierst du mit 2 und addierst 2 cm für die Nahtzugabe. 14 x 2 + 2 = 30 cm
  5. Dieses Maß ist der Länge der Schrägstreifen, als Breite nehme ich 4 cm. Am besten nimmst du einen dünnen passenden oder kontrastierenden Stoffrest (gut geeignet ist Futterstoff) und schneidest schräg zwei Streifen auf das ermittelte Maß, bei mir 30 auf 4 cm.
  6. Knicke die Streifen rechts auf rechts in der Mitte zusammen und fixiere die Kanten mit einer Stecknadel.
  7. Nähe den Streifen  zu einem Ring, berücksichtige dabei einem Zentimeter Nahtzugabe. Achte beim Nähen auf die entsprechende Strichmarke "10" auf der Stichplatte deiner Nähmaschine.  
  8. Lege die rechte Seite des Rings um die rechte Stoffseite des Hosenbein herum und fixiere sie mit Heftfaden.
  9. Steppe nun das Band mit der Nähmaschine ab. Die Nahtzugabe ist etwa die Breite des Nähfußes.
  10. Säubere die Stoffkante mit einem engem  Zickzackstich.
  11. Entferne danach den Heftfaden.
  12. Ziehe den Saum ganz raus und bügele ihn fest.
  13. Nun falte den Saum nach innen bis die Saumkante die Hosenkante trifft. Bügelst die Umbruchkante wieder.
  14. Schlage die Umbruchkante nochmal nach innen, fixiere sie mit Stecknadeln.
  15. Nun kannst du das festgesteckte Band auf der rechten Seite dicht neben dem Band feststeppen.
  16. Ich empfehle als letzte das Hosenbein mit Bügelhife besprühen und Saum richtig mit Bügel durchpressen. Fertig! Diese Methode ist gut geeignet bei Verlängerung von Kinderkleidung.