Mittwoch, 30. September 2020

JEANS enger machen OHNE NÄHEN

Hallo ihr Lieben, heute passe  ich eine Jeans in der Taille an, ohne zu nähen. 




Du benötigst: kleine Spitze Schere, festes Gurtband, große Bürotacker, Kombizange
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Ziehe die Hose an und messe den Umfang der Taille an der Gürtellinie.
Vorne hat die Jeans zwei Gürtelschlaufen. Schneide jeweils mit einer kleinen spitzen Schere hinter der Schlaufe eine kleinen Schlitz in die Innenseite. Die Außenseite muss unversehrt bleiben.

Messe nun den Abstand zwischen den beiden Schlitzen. Subtrahiere das Ergebnis vom Taillenumfang und addiere 4 cm Zugabe.  Das ist die Länge des Hilfsbandes. Suche dir ein Gurtband oder ein anderes festes Band, welches  schmäler als Bund sein sollte. Schneide ein Stück davon in der herausgefundenen Länge. 
Damit das Band nicht ausfranzt, halte die Schnittkante kurz über eine Flame  um sie zu verschmelzen.

Befestige an jedem Ende eine Sicherheitsnadel. Schiebe ein Ende mit Sicherheitsnadel in den Schlitz hinein.   Ziehe das Band durch den Tunnel. Beide Endstücke sollen 2 cm rausschauen. Du kannst das Ende des Bandes auch mit einer Heftnadel vor dem Tackern fixieren.

Stelle einen Bürotacker so auf den Bund, dass die Klammern von der Gurtschlaufe verdeckt werden. Nun setze einige Klammern. Meistens sind die Klammern dann nicht richtig zusammen gesteckt.  Um sie zusammenzudrücken, kannst Du eine Kombizange benutzen.

Verteile den Bund gleichmäßig. Fertig!


Montag, 29. Juni 2020

Feine Boho Bluse kürzen, säumen

Hallo ihr Lieben, heute kürze ich eine sehr dünne Boho Bluse.

Bei feinen, dünnen Stoffen empfehle ich die Bluse vor dem Nähen mit Sprühstärcke / Bügelhilfe vor zu behandeln, danach gut ausbügeln. Achte darauf, dass du eine Hitzeeinstellung hast, die für das Material sicher ist.

Ziehe die Bluse an. Markiere die gewünschte Länge mit ein paar Stecknadeln.
Bestimme die genaue Länge um welche die Bluse gekürzt werden soll. Lege ein Lineal mit einem Ende an den Saum, klebe dann bündig mit dem Ende des umgeknickten Stoffs einen Klebebandstreifen auf das Lineal.
Benutze die Markierung zum Umlegen des Saums entlang der ganzen Saums.
Bügele nun den umgelegten Streifen.

Der Originalsaum ist einfach umgelegt und etwa 1 cm breit. Also schneide den überschüssigen Stoff mit einem Abstand von 1 cm zur Bügelfalte ab.

Lege das abgeschnittene Stück bündig mit der unteren Kante rechts auf rechts auf den Blusenschlitz. Öffne mit einem Nahttrenner den seitlichen Saum.
Zeichne nun die Rundung an, folge dabei der ursprünglichen Kontur. Schneide mit 1 cm Abstand entlang der gezeichneten Linie.

Jetzt musst du den Rand mit einem Zickzackstich oder mithilfe einer Overlockmaschine säubern.

Bügele nun die Rundungsnahtzugabe um, verteile den Stoff dabei gleichmäßig.

Für so einen dünnen Stoff musst du unbedingt eine dünne Nadel der Nummer 70 oder 80 in deine Nähmaschine einsetzten.

Wähle einen gerade Stich mit 5-7 mm Länge. Steppe auf der rechte Seite den Saum fest. Der Abstand von der Nadel zum Rand soll 6-7 mm sein. Verwende den 6 mm weißen Strich auf der Stichplatte für die Orientierung beim absteppen. Fertig!

Donnerstag, 28. Mai 2020

Nähmaschine die ersten Schritte, einzelnen Elemente, Bestandteile und Funktionen an Beispiel von Singer Curvy.

Hallo, ich gratuliere dir zu deine erste Nähmaschine! 
Als erstes solltest du das Handbuch deiner Nähmaschine durchlesen, denn hier findest du alle wichtigen Anleitungen und Bezeichnungen. 
Stelle deine Nähmaschine auf einem freien Tisch vor sich hin. Schließe das Fußpedal an und stelle es unter den Tisch. Stecke dann erst den Netzkabel in die Nähmaschine, dann das Stecker in die Steckdose. Schalte die Maschine ein. Dann sollte das Licht an der Nähmaschine angehen. Nun ist die Maschine einsatzbereit. 


Oben auf der Nähmaschine ist ein Stab für das Nähgarn er heißt Garnrollenhalter. Stecke die Garnrolle auf den Garnrollenhalter und sichere sie mit einer Fadenablaufscheibe, damit der Faden
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   gut abläuft. Der Durchmesser der Fadenablaufscheibe sollte immer größer sein als der Durchmesser der Garnrolle. Auch hier oben befindet sich ein Spuler, seine Aufgabe besteht darin, das Garn auf die Spule aufzudrehen.

Rechts an der Maschine ist das sogenannte Handrad oder Schwungrad.  Mit dem Handrad kann die Nadel manuell auf und ab bewegt werden und so ein sehr präzise und kontrollierte Nadelführung zu ermöglichen. Den „Rückwärtsgang“ deiner Nähmaschine findest du an einer separaten Stelle hier links vorne.


Auf dem Maschinenkopf befindet sich das Fadenspannungseinstellrad.

Für 90 % Näharbeiten brauchst du nur das Fadenspannungs-Einstellrad auf „AUTO” zu stellen.  Durch eine leichte verschiebung der AUTOgrundstellung in+oder-Richtung erzielt man meistens ein besseres Nahtbild.


Rechts befindet sich Bedienungsfeld mit Musterauswahltasten, hier an Beispiel von Singer Curvy.
Beim Einschalten der Nähmaschine mit dem Hauptschalter leuchtet automatisch die LED-Anzeige auf dem Geradestich. Dies bedeutet, dass du jetzt mit dem Geradstich nähen kannst.
Zur Auswahl anderer Stichmuster drücke solange auf  die Musterauswahltaste der Musterreihe, in der sich dein gewünschtes Stichmuster befindet, bis das gewünschte Stichmuster leuchtet. 
Für die meisten Näharbeiten reichen die automatischen Stichbreiten- und Stichlängeneinstellungen deiner Nähmaschine. 

Die automatischen (vorprogrammierten) Voreinstellungen lassen sich leicht durch Bewegung der Stichbreiten-, Stichlängen- und Nadelpositionsschieber ermitteln. Beim Erreichen der automatischen Voreinstellungen blinkt die LED-Anzeige neben dem entsprechenden Schieber und ein akustisches Signal ertönt. Nachdem du die Voreinstellungen gefunden hast, kannst du Stichlänge, Stichbreite oder Nadelposition nach Bedarf verändern. 

Ausgehend von der Voreinstellung, bewege den Einstellschieber Stichbreiten-, Stichlängen- und Nadelpositionsschieber nach rechts oder links, um die gewünschte Einstellung zu finden. Bei jeder manuellen Einstellung blinkt die LED-Anzeige dreimal und ein akustisches Signal ertönt.

 Nähfußheber 
Es gibt drei Positionen für den Nähfuß. Nähfuß in unterster Stellung: zum Nähen. Nähfußheber in mittlerer Stellung: zum Einlegen und Herausnehmen von Nähgut sowie zum Wechseln des Nähfußes. Nähfuß in oberster Stellung: zum Auswechseln des Nähfußesoder Herausnehmen von besonders dickem Nähgut.

Der Nähfußhalter wird von unten auf den Kolben der Nähfußanbringung geschoben und dann mit der Schraube festgestellt. Nun kann jeder Fuß „eingeklickt“ werden. Der Nähfuß drückt den Stoff von oben gegen den Transporteur. Der wiederum drückt von unten dagegen und bewegt so den Stoff, je nach eingestellter Stichlänge, unter dem Nähfuß weiter. Der Nähfuß presst die Stofflagen so fest zusammen, dass diese sich gleichmäßig miteinander bewegen, so dass ein gleichmäßiges Stichbild entsteht.
Als Hilfe für die Stoffführung ist die Stichplatte ist mit einer Maßeinteilung in mm und Zoll versehen. Die Führungslinien auf der Stichplatte sollen Ihnen helfen, die Naht gerade zu führen. Sie sind durch Zahlen markiert, die den Abstand zwischen der Naht und der zentrierten Nadel angeben. Die Führungslinie auf der Spulenabdeckung ist für Nähte mit 6 mm Abstand (1/4") bestimmt. Diese Führungslinie ist nützlich zum Zusammennähen von Stoffstücken

Unter dem Nähfuß lässt sich die durchsichtige Spulenabdeckung entfernen, um an den Unterfaden zu kommen. 

Mit dem Fußpedal steuerst du die Geschwindigkeit, mit der sich dann die Nähnadel bewegt. Je mehr Druck du auf das Pedal ausübst, desto schneller bewegt sich die Nadel.

In nächsten Video zeige ich wie du die Ober- und Unterfaden in die Nähmaschine richtig einfädelst und einstellst. Gutes Gelingen und viel Vergnügen!
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Freitag, 24. April 2020

Faltbare Einkaufstasche mit extra Fach selber nähen


Hallo Ihr Lieben,  heute nähe ich eine faltbare Einkaufstasche mit einem extra Fach für die Maske.
Schneidet folgende Teile zu:
  • Baumwollstoff für Stoffbeutel: 2 x je 44 x 50 cm
  • Henkel: 2 x je 10 x 33 cm
  • Verschlusstasche: je 2 x 15 x 30 cm
  • Klettverschluss
Für die Taschenhenkel die Stoffteile jeweils rechts auf rechts mittig falten und bügeln.
Stoffteile auseinanderfalten, die langen Seiten jeweils bis zur Mitte falten,  in der Mitte falten noch mal bügeln und fixieren.
Jeweils rechts und links an dem Taschenhenkel knappkantig mit einem Geradstich entlangnähen.
Für den Verschluss die beiden Stoffteile rechts auf rechts auflegen und mit Klämmchen fixieren.  Um die Kanten herum nähen dabei eine Öffnung frei lasen.
Den Stoff wenden, die Wendeöffnung einklappen und mit einem Geradstich knappkantig vernähen. Nun an den Verschluss einmal oben und auf andere Seite unten einen Klettverschluss annähen.
Die beiden Stoffteile für die Einkaufstasche jeweils oben zweimal ca. 2 cm einschlagen und fixieren
Die Taschengriffe nun ca. 1/3  von der Außenkante entfernt unter den umgeschlagenen Stoff stecken.
Die Taschengriffe dann nach oben falten und feststecken. Mit einem Geradstich kreuzförmig knappkantig vernähen.
Den Taschenverschluss mit Taschengriffe auf einer Taschenseite (flauschiges Teil des Klettverschlusses ist oben) auflegen. Schau, dass der Verschluss passt. Markiere die untere Kante mit Stecknadeln. Taschenverschluss seitlich und unten festnähen. Oben bleibt eine Öffnung  frei.
 Die beiden Taschenteile rechts auf rechts aufeinanderlegen und Boden und Seiten füßchenbreit feststeppen.
Jeweils die Ecken der Tasche aufeinanderfalten, und ca. 5 cm von der Ecke entfernt abnähen. Taschenecken abschneiden. Die offenen Kanten mit Zickzack versäubern.
Tasche wenden. Nun kannst du eine Maske in das kleine Fach legen und  die Einkaufstasche in dem Taschenverschluss verstauen.

Freitag, 27. März 2020

Schutzmaske einfach und schnell

Hallo ihr Lieben,
heute zeige ich wie du eine Schutzmaske sehr einfach und schnell selbst nähen kannst. Dafür brauchst du nur ein Stück quer elastischen Jerseystoffs.
Messe zuerst Deinen Kopfumfang, bei mir sind es 57 cm, ziehe für die Elastizität 10 Prozent 57*0,1=5,7 cm ab und addiere 2 cm für die Nahtzugabe macht zusammen 53,3 cm , das ist die Breite. Die Länge 45 bis 50 cm. Elastischer Jersey hat in der Breite die größere Dehnung.

Breite 53,3 cm 

Länge 45 bis 50 cm.

Nun schneide Dir ein Rechteck mit ermittelten Massen zu.  Klappe das Stoffstück längs in der Mitte und stecke es zusammen. Schön wenn du eine Jerseynadel hast, setze sie in die Nähmaschine ein. Wähle einen elastischen Geradschtich mit Länge 4 bis 6 mm. Schließe die Seitennaht.
Bearbeite die Nahtzugabe mit einem elastischen Zickzack Stich. Danach bearbeite das obere und untere Ende des Schlauchs auch mit einem elastischen Zickzack Stich. Lege beide Enden der Seitennaht aufeinander und wende die Schlauch auf rechts.
Ziehe den Schlauch über den Kopf, sodass deine Nase und der Mund bedeckt sind. Um die Luftzufuhr von oben zu verhindern kannst du einmal den Rand nach innen oder nach außen umschlagen.
Ein Vorteil aller Mundschutz-Arten ist, dass man damit nicht mehr so leicht mit den Fingern in Kontakt mit den Schleimhäuten an Mund oder Nase kommt - auch nicht beim unbewussten Griff ins Gesicht. So sinkt die Gefahr von Schmierinfektionen. Nach jedem Gebrauch muss die Maske gewaschen werden! Also nähe dir gleich ein paar Masken. 

Dienstag, 17. März 2020

Jeans im Schritt stopfen. DIY Tutorial . Darn crotch jeans sample




Hallo ihr Lieben, heute stopfe ich ein Loch im Schritt meiner Jeans mithilfe einer Nähmaschine. Zusätzlich brauchen wir einen Stickrahmen und einen Stopf- und Stick-Nähfuss.

Schneide ein Stückchen Vlieseline zum Aufkleben passend zu. Es soll etwas größer als das Loch sein. Wende die Jeans auf die linke Seite, bügele dann Jeans im Schritt. Lege das Vlieseline auf das Loch. Bügele es nach der Anleitung vorsichtig auf.

Um das Stopfen zu erleichtern, empfehle ich einen Stickrahmen zu benutzen. Spanne den Rahmen so, dass sich das Loch in der Mitte des Rahmen befindet. Wichtig ist jetzt, einen farblich gut passenden dünne Faden zu finden.

Zum Stopfen ist ein Stopffuß für der Nähmaschine sehr hilfreich. Der Stopffuß eignet sich prima um handgeführte Stick- und Stopfarbeiten auszuführen.

Entferne erst den Standardnähfuß. Löse vorsichtig die Schraube, bis die Bohrung zugänglich ist. Drücke den Stickfuß vorsichtig zusammen und schiebe den Stift des Fußes so weit wie möglich in die Bohrung des Nähfußhalters ein. Ziehe die Schraube wieder fest. Der lange Arm muss hinter der Nadelbefestigungsschraube sitzen.

Den Transporteur der Nähmaschine muss nun unwirksam gemacht werden. Dafür setze ich in die vorgesehene Öffnungen in der Stichplatte eine Transport-Abdeckplatte  aus dem Zubehör der Nähmaschine, ein.

Wähle einen Geradstich aus. Stopfe die schadhafte Stelle, indem du immer mit dem Webmuster nähst. Setze den Stopffuß ab und führe den Stoff gleichmäßig vor- und rückwärts und jeweils etwas über den schadhaften Bereich hinaus. Beim Nähen ohne Transporteur bestimmst du die Stichlänge. Eine gleichmäßige, mittlere bis hohe Nähgeschwindigkeit führt zu einer gleichmäßigeren Länge des Geradstichs.

Zur Not kannst du auch ohne Nähfuß versuchen zu stopfen, was aber viel umständlicher ist. 
Das überstehende Vlieseline schneide vorsichtig weg.

Fertig! Nun kann ich die Jeans wieder für die Werkstatt anziehen